Reformierte evangelische Kirchgemeinde Bühler - Berichte

Reformierte Kirche Bühler

Donnerstag, 17.03.2016

Neue Fensterbilder: Neulich im Konf - jetzt in der Kirche

Am Sonntag ist es soweit. Zehn Jugendliche werden konfirmiert. Sie machen ihren Schritt hinein in das Leben eines Erwachsenen. In der Kirche geht das schon etwas früher als in der Politik.

Einige der diesjährigen Konfirmandinnen und Konfirmanden haben zwei neue Fensterbilder für unsere Kirche gestaltet. Sie haben sich zwei Verse aus dem Alten Testament ausgesucht und dann gemeinsam mit Käthi Wüthrich je ein Bild dazu gestaltet. Käthi hat die Scheiben dann gekonnt in der Glasfusingtechnik umgesetzt. Herzlichen Dank! Die neuen Fensterbilder hängen inzwischen in der Kirche und können am kommenden Sonntag im Gottesdienst zur Konfirmation bewundert werden. Ein herzlicher Dank geht auch an Daniel Schubert und Christoph Wüthrich für das Aufhängen der Scheiben!

Mir sind die zwei neuen Fensterbilder besonders wichtig. Sie stellen für mich die Eckpfeiler meiner Arbeit als Pfarrer dar.

Zum einen: „Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.“ Dieser Vers aus dem 23. Psalm ist für mich die Grundlage meines Vertrauens. Viel mehr brauche ich gar nicht. Dieses überbordende Vertrauen hat mich in eine tiefe Gelassenheit geführt. Nichts und niemand kann mich aus der Hand Gottes reissen. Und wenn es in der Unterrichtszeit auch nur in Ansätzen gelungen ist, mit den Jugendlichen erste Schritte in diesem Vertrauen einzuüben, dann ist schon ganz viel gewonnen. Sie werden im Laufe ihres Lebens weitere Erfahrungen machen und sie dann - gebe es Gott - mit dem Vertrauen, von dem dieser Vers spricht, in Zusammenhang bringen können. Das wünsche ich mir und ihnen.

Zum anderen: „Der Herr segne Dich und behüte Dich. Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig. Der Herr erhebe sein Angesicht auf Dich und gebe Dir Frieden.“ Diese Segensworte aus dem 4. Buch Mose spreche ich gerne und oft. Auch am kommenden Sonntag, wenn die Jugendlichen konfirmiert und gesegnet werden. Und wenn ich sie sage, dann vertraue ich darauf, dass in, mit und unter diesen Worten viel mehr geschieht, als ich selbst tun kann. Dass da dann auch - vielleicht vor allem - Gott am Werk ist. Dass seine Kraft von mir zu den Jugendlichen hinüber fliesst. Dass sie sich berühren lassen können. Und dann gestärkt ihren Weg hinein ins Leben der Erwachsenen gehen können.

Gott segne Sie!

Lars Syring

Pfarrer in Bühler

"Zum Sonntag" im Gaiser Blatt. 18.3.2016